METHODIK
Nachhaltiges, zukunftsfähiges und verantwortliches Unternehmertum
Dokumentation der Hintergründe, Zielsetzung und methodischen Grundlagen zur Initiative der 2bgood GmbH- est. 2024.
In Kooperation mit:


Autor: Prof. Dr. Martin Schwemmer, Hochschule Heilbronn
UNSER LEITBILD
Das Umfeld verändert sich. Regulierung, Technologie, Fachkräftemangel, Lieferketten - alles gleichzeitig. Mittelständische Unternehmen können diese Entwicklungen nicht steuern. Sie können sich jedoch so aufstellen, dass sie ihnen standhalten.
Dafür braucht es kein Strategie-Offsite. Es braucht Klarheit darüber, wo man steht. Als Arbeitgeber, als Geschäftspartner, als kreditwürdiges Unternehmen. Wer das belegen kann, ist anschlussfähig - gegenüber Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden und Banken.
Nachhaltigkeit ist dabei kein Zusatzprogramm. Sie beschreibt genau das: langfristig belastbar wirtschaften, vertrauenswürdig handeln, an die eigenen Leute denken. Nicht als Label, sondern als Haltung. Und sie betrifft den Dienstleister mit 30 Leuten genauso wie den Produzenten mit 300.
Es gibt dafür Leitfäden und Richtlinien. Viele. Die meisten sind so umfangreich, dass sie genau die Unternehmen ausschließen, die am meisten davon profitieren würden. Wer keinen Nachhaltigkeitsbeauftragten hat, hat keinen Zugang. Das ist das Problem. 2bgood schließt diese Lücke.
Durch einen Score, der verantwortliches Unternehmertum messbar macht - ohne externes Audit, ohne Beraterprojekt, ohne zusätzliches Personal. Entwickelt mit der Hochschule Heilbronn, gebaut für Unternehmen, die es selbst durchführen können. Das Ergebnis: Klarheit über die eigene Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung. Nicht irgendwann. Sofort.
Viele kleine und mittlere Unternehmen handeln längst nachhaltig - in ihrer Gemeinde, gegenüber ihren Leuten, im täglichen Betrieb. Ohne Label, ohne Kampagne, ohne Verpflichtung. Aus eigener Überzeugung. 2bgood macht das sichtbar.
ZIELE DES SCORES
Praxisgerecht
Niedrigschwelliger Einstieg in Verbindung mit einer angemessenen Tiefe und Vergleichbarkeit
Inhaltlich belastbar
Glaubwürdiger Nachweis der eigenen Zukunftsfähigkeit
Vergleichbar
Transparentes Ranking der Unternehmen mit den besten Ergebnissen
DOKUMENTATION
Dieses White Paper bildet das Fundament für die Initiative „Nachhaltiges, zukunftsfähiges und verantwortliches Unternehmertum“ der 2bgood GmbH. Ziel der Initiative ist es, Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung in kleinsten und kleinen Unternehmen zu erfassen, die zwar keiner Berichtspflicht unterliegen, aber indirekt betroffen sind, wenn sie Partner anderer Unternehmen werden, oder wenn sie Banken als Partner suchen, um sich und ihr Unternehmen weiterzuentwickeln oder da sie vertrauenswürdige Anbieter für ihre Kunden sein wollen. Nicht zuletzt müssen Unternehmen nachhaltig, zukunftsfähig und verantwortungsvoll handeln, um langfristig attraktive Arbeitgeber zu sein.
Dieses Dokument dient der Vorstellung eines Fragebogens, welcher als Messinstrument zur Erfassung der Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung von Unternehmen dient. Damit werden folgende Zielstellungen verfolgt:
Ziel 1: Niedrigschwelliger Einstieg in Verbindung mit einer angemessenen Tiefe und Vergleichbarkeit, so dass teilnehmende Unternehmen eine unkomplizierte eigene Verortung vornehmen können und den Vergleich zu anderen Unternehmen anstellen können.
Ziel 2: Glaubwürdiger Nachweis der eigenen Zukunftsfähigkeit, der auch gegenüber externen Ansprechpartnern, wie beispielsweise Banken, tragfähig ist.
Ziel 3: Transparentes Ranking der Unternehmen mit den besten Ergebnissen, um Anwendungsfälle und Praxisbeispiele zu identifizieren, die für weitere Unternehmen als Vorbild und Blaupause dienen können. Veröffentlicht werden Ergebnisse dabei nur nach vorherigem Einverständnis der teilnehmenden Unternehmen.
Grundlage für die Erstellung des Fragebogens sind verschiedene Leitfäden zur Erfassung der Nachhaltigkeitsleistung und unternehmerischen Verantwortung von Unternehmen. Ein Großteil der Fragen ist angelehnt an diese Grundlagen. Darüber hinaus wurde um Fragestellungen ergänzt, um nachhaltiges, zukunftsfähiges und verantwortliches Unternehmertum möglichst ganzheitlich zu erfassen und vergleichen zu können.
Unternehmen entwickeln sich in einem vielschichtigen Umfeld: Kunden wollen hochqualitative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Gemeinden und Kommunen freuen sich über erfolgreiche und reputationsstarke Unternehmen in ihren Regionen. Die Politik fördert durch Subventionen und gibt Anreize für nachhaltiges Handeln, aber fordert bspw. durch Berichtspflichten und weitere zum nachhaltigen Handeln. Mitarbeitende wollen zukunftsfähige Arbeitgeber, die fair sind hinsichtlich Bezahlung, flexibel hinsichtlich unterschiedlicher Lebensumstände und natürlich wirtschaftlich erfolgreich. Diese verschiedensten Anforderungen aus dem unmittelbaren Umfeld sind für Unternehmen jeder Größenklasse bedeutsam und bestimmen das Handeln und die eigene Positionierung.
Immer wieder ist von Berichtspflichten die Rede, die auf Unternehmen zukommen. Bspw. die Diskussion zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, welches große Unternehmen verpflichten soll, ihre Lieferketten (insb. bzgl. ihrer Lieferanten im In- oder Ausland) verantwortlicher zu gestalten. Die EU Entwaldungsverordnung (EUDR - EU Deforestation Regulation), die zwar wiederholt verschoben wurde und zunächst nur für sehr große Unternehmen gilt, ist ein weiteres Beispiel. Pflichten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung oder die EU Taxonomie, die gewährleisten soll, dass Unternehmen sich ökologisch entwickeln, indem Investitionen gesteuert werden sollen. Auch wenn Maßnahmen wie diese sich teils verzögern und zunächst nur für große Unternehmen gelten und vieles in Veränderung begriffen ist, steuern diese Einzelinitiativen in eine Richtung und sollen Unternehmen zum Handeln bewegen.
Ganz unabhängig von den beschriebenen Maßnahmen sind Unternehmen von Werten getrieben. Kundenorientierung („Der Kunde als König“ in der Gastronomie und im Dienstleistungssegment), faire Bezahlung oder ein Engagement im eigenen sozialen Umfeld sind Beispiele für werteorientiertes Handeln. Werte formen Unternehmenskulturen und wirken auch darüber hinaus. Idealerweise zahlt dies auch auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ein.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Unternehmen dahingehend eingeordnet und verstanden werden können, ob sie nachhaltig, zukunftsfähig und verantwortungsvoll handeln. Darunter ist zumindest zu verstehen, sich konform zum geltenden Rechtsrahmen zu verhalten, aber auch zukünftigen Entwicklungen (z. B. Reduzierung Emissionen, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Soziale Aspekte) gegenüber angemessen ausgerichtet zu sein.
Diese Fragestellung ist Motivation für diese Auseinandersetzung mit Unternehmen. Unternehmen, die nachhaltig und zukunftsfähig sein und verantwortlich handeln wollen, sollten nicht nur denjenigen Maßnahmen gerecht werden, die ihnen per Dekret auferlegt werden, sondern sie leisten womöglich freiwillig und eigenmotiviert mehr. Dieses Mehr wollen wir bestmöglich verstehen und greifen.
Dabei ist die Initiative ausgerichtet auf Kleine und Kleinste Unternehmen (ohne mittlere und große Unternehmen auszuschließen). Gerade Kleine und Kleinstunternehmen sind in der Regel nicht direkt von den weiter oben erwähnten Berichtspflichten betroffen. Existierende Regelwerke und Leitfäden, die insbesondere auf große berichtspflichtige Unternehmen ausgerichtet sind, sind zudem nicht ohne weiteres geeignet zur Anwendung für kleinere Unternehmen.
Kleine und Kleinstunternehmen in Deutschland
Unternehmensstatistiken für das Jahr 2023(gemäß Destatis 2026):
97%
aller Unternehmen in Deutschland sind Kleine (14%) oder Kleinstunternehmen (83%)
38%
der Beschäftigten sind in Kleinen (20%) oder Kleinstunternehmen (18%) tätig.
15%
des Gesamtumsatzes erwirtschaften Kleine (9%) oder Kleinstunternehmen (6%)
Erläuterungen (gemäß Destatis 2026):
Kleinstunternehmen: Bis 9 Beschäftigte und bis 2 Millionen Euro Umsatz.
Kleine Unternehmen: Bis 49 Beschäftigte und bis 10 Millionen Euro Umsatz und größer als Kleinstunternehmen.
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Statistisches Bundesamt 2026
Was tun also Kleine und Kleinstunternehmen, die Klarheit über ihre Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung erlangen möchten, die einen Beitrag leisten wollen oder auch transparent machen möchten, wie sie hier ticken? Bestehende Berichtsstandards sind häufig zu komplex für die Lebensrealität dieser Unternehmen. Daher bedarf eines verständlichen und dennoch belastbaren Messinstruments zur Erfassung dieser Zusammenhänge.
Das Messinstrument ist ein strukturierter Fragebogen zur Erfassung der Nachhaltigkeit, Zkunftsfähigkeit und Verantwortung von kleinen und kleinsten Unternehmen (neben allen anderen Unternehmensgrößen, die ausdrücklich nicht ausgeschlossen werden sollen). Es soll praxisgerecht anwendbar, inhaltlich belastbar und in den Erhebungsergebnissen vergleichbar sein:
1. Praxisgerecht - Niedrigschwelliger Einstieg und angemessene Detailtiefe
Die Auseinandersetzung mit den Fragestellungen und die Beantwortung dieser soll in Form eines Quick-Check eine schnelle und unkomplizierte eigene Verortung für kleine und kleinste Unternehmen leisten können. Unabhängig von der Erfüllung von Zielen in den abgeprüften Bereichen (Ökologie, Soziales, Führung/Management) hat die Reflektion zu jeder einzelnen Frage einen eigenen Wert für Unternehmen, die herausfinden können, was in den Bereichen wichtig ist und was ein möglicher Zielzustand sein kann.
2. Inhaltlich belastbar - Glaubwürdiger Nachweis der eigenen Zukunftsfähigkeit
Die verwendeten Fragestellungen sollen eng angelehnt werden an Fragen, die berichtspflichtige Unternehmen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung oder auch im Zuge der Feststellung der eigenen Kreditwürdigkeit gegenüber Banken beantworten. Alle wichtigen Bereiche, die in ausführlicheren Berichtsvorgaben angeführt werden, werden berührt. Ein entsprechendes Ergebnis des Fragebogens wird als Score bezeichnet - errechnet wird ein Wert von 0% bis 100% (wobei 100% die volle Erfüllung aller Kriterien darstellt) - und gibt zurück, wie nachhaltig, zukunftsfähig und verantwortungsvoll ein Unternehmen einzuordnen ist. Ein hoher Wert kann auch für potenzielle weitere Partner aus dem Unternehmensumfeld interessant sein. Darunter bspw. Privat- oder Firmenkunden, Lieferanten und sonstige Partnerunternehmen.
3. Vergleichbar - Transparentes Ranking der Unternehmen mit den besten Scores
Die Aufnahme in ein Ranking der Scores soll Unternehmen belohnen, die eine hohe Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung aufweisen. Kein Teilnehmer soll dabei bloßgestellt werden. Die Kommunikation des individuell erhobenen Scores erfolgt nur nach vorherigem Einverständnis. Ziel des Scorings ist es, Anwendungsfälle und Beispiele zu identifizieren, die für weitere Unternehmen als Vorbild und Blaupause dienen können.
Diese Ziele haben sowohl eine interne als auch eine externe Komponente. Intern seitens der Auswertung sind die Anforderungen eine belastbare Fragenauswahl und Messqualität, externbzgl. der Teilnehmer geht es um ein einfaches Verständnis und die Möglichkeit zur Teilnahme mit überschaubaren zeitlichen Ressourcen.
Das erstellte Messinstrument ist eine Weiterentwicklung des von 2bgood seit 2024 genutzten Fragebogens, der zunächst insbesondere auf die Erfassung der Nachhaltigkeit ausgerichtet war.
Der Begriff Nachhaltigkeit wird häufig mittels der Analogie der Triple Bottom Line, also einer dreifachen Grundlinie beschrieben. Das Konzept soll zum Ausdruck bringen, dass Nachhaltigkeit einen Dreiklang aus sozial, wirtschaftlich und ökologisch sinnvollem Handeln darstellt (Elkington/Rowlands, 1999).
In aktuellem Sprachgebrauch findet sich ergänzend die Ausdrucksweise der ESG-Konformität, wobei ESG für die Dimensionen Environmental (Umwelt/Ökologie), Social (Soziales) und Governance (verantwortliche Unternehmensführung, einschließlich Ethik, Transparenz und Integrität) steht. Dies gewinnt in der Breite insb. für Handlungen an Bedeutung, die konform mit der sog. Strategie für nachhaltige Finanzen und Umsetzung des Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums der EU-Kommission sind, die zur Zielerreichung des European Green Deal, also der Zielgebung bis 2050 eine klimaneutrale europäische Wirtschaft zu erreichen, beitragen soll.
Im Zuge der Strategie entstanden seitens der EU-Kommission europäische Referenzgesetze wie die EU-Taxonomie (EU-Verordnung 2020/852) (EUKOM 2020) sowie die Richtlinie hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (EU- Richtlinie 2022/2464, engl. Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)) (EUKOM 2022) (EUKOM 2023). Davon ausgehend hat sich für die EU-Taxonomie ein Klassifizierungssystem entwickelt, das Unternehmen und Investoren dabei helfen soll, „ökologisch nachhaltige“ wirtschaftliche Aktivitäten in einer ESG-konformen Art und Weise zu identifizieren und zu berichten. Ausgehend von den gesetzlichen Verpflichtungen der CSRD entwickelte die EFRAG für die EU-Kommission die sogenannten verpflichtenden European Sustainability Reporting Standards (ESRS) (für große Unternehmen) und freiwilligen Voluntary Reporting Standard for SMEs (VSME) (EFRAG/VSME 2024) (für KMUs). Diese sollen Investoren, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Verbrauchern und anderen Interessengruppen dabei helfen, die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen im Rahmen des Europäischen Grünen Deals zu bewerten.
EU-Taxonomie, ESRS und VSME sind Standards für Unternehmen, wie deren Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgebaut sein sollte. Je nach Unternehmensgröße gibt es verpflichtende Berichtspflichten. Kleine Unternehmen sind nicht berichtspflichtig, ihnen stehen allerdings zur freiwilligen Erfüllung die VSME zur Verfügung. Konzeptionell sind damit also ökologische, soziale und governancebezogene (ESG) Aspekte in beiden Instrumenten vorhanden, um den Übergang zur sog. Netto-Null-Bilanz, also durch Reduktion oder Emissionskompensation ausgeglichene Netto-Emissionen von null, und zu ökologischer Nachhaltigkeit zu vollziehen. Ergänzend sind auf globaler Ebene die vom International Sustainability Standards Board (ISSB) veröffentlichten Standards IFRS S1 und IFRS S2 zu nennen, die einen Rahmen fürnachhaltigkeitsbezogene Finanzangaben festlegen und ein internationales Pedant zu ESRS/VSME und CSRD bilden. Standards der Global Reporting Initiative bieten auf globaler Ebene ebenfalls Leitfäden zur Berichterstattung (GRI 2025).
Abseits der offiziellen Dokumente der EU-Kommission, die den Rechtsrahmen in der Europäischen Union darstellen, haben sich Referenzwerke entwickelt, die verschiedene ergänzende Aspekte unternehmerischen Handelns adressieren, darunter etwa OECD-Leitsätze zu verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln (OECD 2023) oder die ISO-Norm 26000:2010 (Guidance on Social Responsibility) (ISO 2010).
Fundament für die Entwicklung des Fragebogens sind diese angeführten und mit Quellenangaben hinterlegten Dokumente.
Schritt 1:
Sichtung etablierter Rahmenwerke und Standards
Darunter zählen insbesondere die im vorigen Abschnitt eingeführten Dokumente. Diese Analyse diente dazu, zentrale inhaltliche Themenfelder zu identifizieren, die bestehenden Leitfäden gemein ist.
Eine besondere Relevanz kommt dem VSME Leitfaden zu. Das Dokument bricht die Anforderungen der gesetzlichen Berichtspflicht so herunter, dass diese für kleine und mittlere Unternehmen für ihre freiwillige Berichterstattung genutzt werden können. Die Inhalte sind inhaltlich konsistent zu den rechtlich für größere Unternehmen verbindlichen Inhalten.
Schritt 2:
Ableitung von Fragestellungen aus den identifizierten Standards
die für kleine und kleinste Unternehmen als Zielgruppe der 2bgood-Initiative angemessen sind. Als angemessen werden Fragestellungen angesehen, wenn diese …
- … ohne Fachvokabular verständlich sind.
- … einen Bezug zu tatsächlichen betrieblichen Entscheidungen haben.
- … durch Selbstauskunft erhoben werden können - ohne externe Prüfung.
- … kleine und kleinste Unternehmen nicht diskriminieren (bspw. sind Fragen zur Benennung von Ansprechpartnern oder Quoten der Belegschaft bei sehr kleinen Unternehmen mit nur einem oder einzelnen Mitarbeitenden weniger angemessen. Fragen zu Quoten sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen, wurden aber insbesondere hinterfragt vor diesem Hintergrund.)
Schritt 3:
Ergänzung um Fragestellungen zu verantwortungsvollem Unternehmertum
Der entstehende Fragebogen soll Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung möglichst ganzheitlich erfassen und ergänzend zu derzeit gültigen rechtlichen Vorgaben greifbar machen.
Ergänzt wurden Fragestellungen zu Unternehmenswerten und Haltung der Unternehmensverantwortlichen, genauer: um Fragen zur langfristigen Unternehmensführung, zur Unternehmenskultur und zur gesellschaftlichen Einbettung des Unternehmens in sein Umfeld.
Schritt 4:
Formulierung der konkreten Fragestellung und Antwortmöglichkeiten sowie Metriken für die Messung der Rückmeldung
mit dem Ziel, aus der Beantwortung des Fragebogens ein Bewertungsergebnis in Form eines „Score“ zu berechnen. Dieser Scoringwert wird als Prozentwert angelegt.
Ein Ergebnis und Scoringwert von 100% entspricht der bestmöglichen Erfüllung aller Anforderungen an die Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung des Unternehmens. Der Vergleich des Scoringergebnisses zu den Ergebnissen anderer Unternehmen soll ausdrücklich möglich sein.
Der Fragebogen prüft Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und Verantwortung in einem Score aus folgenden drei Dimensionen:
Dimension Ökologie - engl. Environment
Zielstellung der Dimension Ökologie ist es, die Umweltwirkung des unternehmerischen Handelns zu prüfen.
Abgefragt werden CO2-Ausstoß, Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Umgang mit Abfall sowie Umgang mit Ökologie auf strategischer Ebene (Definition von Maßnahmen, Berücksichtigung von Ökologie im Produktportfolio, Messung und Überprüfung). Diese Dimension ist inhaltlich trennscharf abgrenzbar von den Übrigen. Eine hohe Erfüllung allein dieser Dimension trifft eine Aussage darüber, wie es um die Ökologie des Unternehmens bestellt ist. Dahingehend ist der Teil-Score Ökologie auch losgelöst und unabhängig von den weiteren Dimensionen interpretierbar.
Dimension Soziales - engl. Social
Zielstellung der Dimension Soziales ist es, den Umgang mit Menschen und insbesondere die Rahmenbedingungen für Mitarbeitende zu erfassen.
Inhaltlich prüfen die Fragen die Themen Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeitmodelle, gleiche Bezahlung für gleiche Leistung, Gesundheitsmanagement, Fluktuation sowie ergänzend Kundenzufriedenheit. Auch diese Dimension ist inhaltlich trennscharf abgrenzbar von den weiteren und eine inhaltliche Interpretation des Teil-Scores Soziales ist auch alleinstehend möglich. Eine hohe Erfüllung zeigt auf, dass ein Unternehmen insbesondere sozialen Aspekten gerecht wird
Dimension Führung/Management - engl. Governance
Zielstellung der Dimension Führung/Management ist es, die Struktur des Unternehmens zu erfassen hinsichtlich einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und verantwortungsvollen Ausrichtung.
Abgefragt wird in dieser Dimension, ob das Unternehmen über Zertifizierungen verfügt, ob Datenschutz und IT-Sicherheitsprozesse definiert sind, ob ein Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht oder in Vorbereitung ist, ob eine Nachfolgeregelung besteht und ob es eine strukturierte Auseinandersetzung mit Innovationen gibt. Zudem prüfen weitere Fragen, ob das Unternehmen über klar formulierte Unternehmenswerte verfügt, ob Mitarbeiter-Know-how langfristig gesichert wird, ob besondere Auszeichnungen oder auch ein Code of Conductvorliegen und ob Handlungen des Unternehmens im sozialen Umfeld (Gemeinde, Landkreis oder darüber hinaus) Wirkung entfalten können. Die Fragestellungen sind vor allem strategischer Natur und dadurch von den Fragestellungen in den Dimensionen Ökologie und Soziales abzugrenzen. Auch der Teil-Score Führung/Management ist losgelöst von den weiteren interpretierbar. Eine hohe Erfüllung zeigt auf, wie strukturiert, werteorientiert und langfristig ein Unternehmen ausgerichtet ist.
Zur Ermittlung des Scoringergebnisses, welches die Erfüllung der durch die Fragen erfassten Leistungen erfasst, wurde ein weitgehend standardisiertes Bewertungssystem entwickelt.Die Metrik zur Erfassung des Score für alle in das Scoring einfließenden Fragen ist so formuliert, dass sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zu einem gemeinsamen Scoringwert verdichtet werden können.
Metrisch oder per Prozentzahl erfassbare Werte wie Wasserverbrauch, Stromverbrauch (jeweils in Verbrauch pro Mitarbeitendem und Jahr) und Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix oder Geschlechterverteilung (als Prozentangaben) fließen orientiert an für fünf praxisorientiert gewählte Unternehmenskategorien (Dienstleistung, Handwerk, Produktion, Handel, Logistik) ermittelte und plausibilisierte Referenzwerte ein. Je nach Kriterium stellen niedrigere Verbräuche oder höhere Anteile bei den Prozentangaben eine höhere Erfüllung der Kriterien dar.
Ergänzend wird eine ganze Reihe an Kriterien qualitativ erfasst. Folgend entwickelte Metrik lässt auch diese Kriterien in die Score-Logik überführen.
Beispielhaft dargelegt für die Frage „Haben Sie in ihrem Unternehmen Ziele und Maßnahmen definiert, um CO2-Emissionen einzudämmen?“ mit Antwortmöglichkeiten auf einer vierpoligen Skala:
0%
„nein"
Kriterium nicht erfüllt
33%
„eine bis drei konkrete Maßnahmen"
Kriterium teilweise erfüllt
67%
„mehrere konkrete Maßnahmen"
Kriterium überwiegend erfüllt
100%
„umfassende und dokumentierte Maßnahmen"
Kriterium voll erfüllt
Die gewählten Abstufungen bilden von „nein“ bis hin zu „umfassende und dokumentierte Maßnahmen“ die Bandbreite der möglichen Auseinandersetzung ab.Die Zuweisung der Scoringpunkte ist gleichmäßig abgestuft mit drei gleich großen Intervallen zwischen den vier Polen der Antwortmöglichkeiten, gerundet auf ganzzahlige Werte.
Werden alle Fragen dieser Form mit der ersten Antwortkategorie beantwortet, so resultiert ein Scoringwert von 0%. Werden alle Fragen mit der zweiten Antwortkategorie beantwortet, so resultiert ein Scoringwert von 33%, usw. Mischwerte entstehen durch unterschiedliche Ausprägungen. In Summe können die Ergebnisse des Messinstrumentes schwanken in der vollen Bandbreite von 0% - 100% Erfüllung, wobei 100% Erfüllung ein nachhaltiges, zukunftsfähiges und verantwortlich handelndes Unternehmen darstellt.
Innerhalb der Dimensionen Ökologie, Soziales und Führung/Management fließen die einbezogenen Fragen gleichgewichtet in die Teil-Scores ein. In Summe enthält der Fragebogen 32 in das Scoring einbezogene Fragestellungen, die sich wie folgt auf die Dimensionen aufteilen:
Dimension Ökologie:
10 scoringrelevanten Fragestellungen Gewichtung 10/32 - 31,25% des Gesamtscore
Dimension Soziales:
10 scoringrelevanten Fragestellungen Gewichtung 10/32 - 31,25% des Gesamtscore
Dimension Führung/Management:
12 scoringrelevante Fragestellungen Gewichtung 12/32 - 37,5% des Gesamtscore
Insbesondere der resultierende Gesamtscore ermöglicht das Bilden von Ranglisten. In Verbindung mit den Teil-Scores der einzelnen Dimensionen können differenzierte Profile einzelner Unternehmen erstellt werden. Auch innerhalb der Dimensionen können vergleichbare Teil-Scores und Ranglisten gebildet werden.
Da in Fragebogenerhebungen mit fehlenden Werten zu rechnen ist, wird als Default bzw. Vorgabewert für nicht beantwortete Einzelfragen die negativste Ausprägung der abgefragten Skala festgelegt.
Die in das Messinstrument aufgenommenen Fragestellungen wurden reflektiert anhand der klassischen sozialwissenschaftlichen Gütekriterien:
Validität - „Wird gemessen, was gemessen werden soll?“
Durch die Anlehnung an die gängigen Leitfäden (insb. VSME Standard) soll gewährleistet werden, dass erfasst wird, was für das Themenfeld relevant ist.
Reliabilität - „Kommt wiederholtes Messen zum selben Ergebnis?“
Möglichst einfach verständliche und sprechend formulierte sowie einheitliche Antwortskalen zielen auf Reliabilität ab. Wichtig ist dabei, dass der Fragebogen von einer bestmöglich über das teilnehmende Unternehmen auskunftsfähigen Person (oder Personen) bearbeitet wird.
Objektivität - „Sind Messergebnisse unabhängig vom Fragensteller/Auswerter?“
Die Auswertung folgt festen Regeln, wodurch die Ergebnisse unabhängig von der auswertenden Person sind. Interpretationsspielräume werden bewusst minimiert, können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Trotz der Sorgfalt bei der Entwicklung sind Limitationen zu bedenken, die folgend als Grenzen der Aussagefähigkeit des Messinstrumentes ausgeführt werden:
- Im Fragenbogen kommen Skalen zum Einsatz, die, bei aller Klarheit in der Formulierung und trotz sorgsam abgewogener Wortwahl, einen Interpretationsspielraum bieten und von unterschiedlichen beantwortenden Personen unterschiedlich interpretiert werden können. Daraus kann eine Unschärfe resultieren. Die Verdichtung verschiedener Fragen zu Teil-Scores und schließlich zu einem Gesamt-Score, sollte möglichen Verzerrung durch einzelne Fehl- und Missinterpretationen vorbeugen. Insbesondere der aggregierte Gesamtscore wird als belastbar und robust gegenüber systematischen Verzerrungen eingeschätzt.
- Das Messinstrument ist darauf ausgelegt, in kurzer Zeit ein Ergebnis zu erzielen. Gleichsam stellt die Kürze der Abfrage eine Limitation des Vorgehens dar. Die Tiefe der Auseinandersetzung, die in etwa einer Stunde aufmerksamer Bearbeitungszeit (wenn die notwendigen Daten zu Energie- und Wasserverbräuchen vorliegen) erfolgen kann, ist mit einem Berichtswesen, in welches mehrere Arbeitstage an Vorbereitungs- und Bearbeitungszeit fließen, nicht zu vergleichen.
- Der Fragebogen misst anhand von Daten und Fakten, die Unternehmen über sich selbst preisgeben. Einschätzungen der Unternehmen können unbewusst oder absichtlich verzerrt sein, wenn Teilnehmende das Ergebnis der Messung absichtlich in eine Richtung beeinflussen möchten. Teilnehmende werden daher vor Abgabe des Fragebogens noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen zu bestätigen, dass alle Angaben nach bestem Wissen und korrekt getätigt wurden. Um potenziellen Verzerrungen entgegenzuwirken, werden an wichtigen Stellen Nachweisdokumente angefordert (Zertifikate, Berichte, Webseiten), um Angaben plausibilisieren zu können. 2bgood behält sich vor, Werte, die in der Plausibilisierung (ergänzend durch Unternehmensvergleiche,durch Kreuzprüfungen mit recherchierbaren Informationen) als fraglich erscheinen, nicht zu werten und Fragebogen, die Inkonsistenzen aufweisen, nicht auszuwerten.
Durch den Fragebogen ermöglicht die Initiative Kleinen und Kleinstunternehmen einen niedrigschwelligen Einstieg in die Reflektion und strukturierte Eigenbewertung. Für die teilnehmenden Unternehmen leiten sich daraus unterschiedliche Nutzen ab.
Durch die Erfassung der Scores vieler Unternehmen und die transparente Berichterstattung zu den Unternehmen und deren Fortschritten und auch Hürden auf dem Weg zu nachhaltigen, zukunftsfähigen und verantwortlichen Unternehmen, sollen Unternehmen von Unternehmen, Unternehmer von Unternehmern lernen.
Die Auseinandersetzung mit dem Score des eigenen Unternehmens soll helfen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, um sich weiterzuentwickeln. Letztlich kann der Score und die dafür getätigten Angaben auch als Nachweis der eigenen Leistungsfähigkeit dienen gegenüber potenziellen Partnern wie bspw. Banken. Ebenso kann das Scoringergebnis als Label dienen, um das eigene nachhaltige, zukunftsfähige und verantwortliche Handeln zu kommunizieren.
Die Verbreitung von Ergebnissen in den 2bgood Medien soll die im Zentrum der Initiative stehenden Kleinen und Kleinsten Unternehmen dazu anregen - aber auch befähigen - sich gezielt nachhaltig, zukunftsfähig und verantwortlich aufzustellen und sich dahin zu entwickeln.
2bgood strebt eine weite Verbreitung und Sichtbarkeit an, um einerseits möglichst breit zu erheben und damit zu verstehen wie nachhaltig, zukunftsfähig und verantwortlich Unternehmen aufgestellt sind. Die Verbreitung von Scoring-Ergebnissen dient dem Aufzeigen von Wegen zur Weiterentwicklung. Dies ist zunächst in Deutschland regional und national geplant aber darüber hinaus denkbar im deutschsprachigen Raum sowie darüber hinaus.
Wünschenswert ist einen Beitrag zu leisten, dass Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit und verantwortliches Unternehmertum weiterverbreitet und gelebt werden, um den 97% der Unternehmen in Deutschland (die als Klein und Kleinstunternehmen gelten, siehe dazu nochmals die in Abschnitt 1 angeführten Statistiken) eine Perspektive für langfristiges Bestehen zu eröffnen. Dies deckt sich auch mit der Ausrichtung und Namensgebung der dahinterstehenden und federführend verantwortlichen Organisation 2bgood, zu deutsch „gut in etwas zu sein“.
Die in diesem Dokument beschriebene Zielstellung, Vorgehensweise und erzielten Resultate sind aus Sicht der Urheber gut geeignet, um insbesondere kleinen und kleinsten Unternehmen Orientierung zu geben und schnell eine Auseinandersetzung mit dem Thema der nachhaltigen, zukunftsfähigen und verantwortlichen Aufstellung eines Unternehmens in angemessener Tiefe herzustellen.
Der Fragebogen wurde dafür nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelt und ausgestaltet. Die Kürze des Fragebogens stellt die wesentliche Stärke der gesamten Initiative dar, da eine niedrigschwellig durchführbare Erhebung zu den Dimensionen Ökologie, Soziales sowie Führung/Management auch Unternehmen erreichen kann, die von ausführlicheren Berichtsmaßnahmen abgeschreckt werden. Andrerseits stellt die Kürze des Fragebogens eine Limitation dar, da die Tiefe einer vollumfänglichen Auseinandersetzung mit den abgeprüften Dimensionen auf diese Weise nicht möglich ist. Zusammenfassend soll ein Mittelweg beschritten werden, mit dem eine angemessene Tiefe und Belastbarkeit mit überschaubarem Aufwand ermöglicht wird.
Die 2bgood Medien werden die Initiative laufend durch flankierende Berichterstattung begleiten. Dadurch sollen positive Beispiele und Herangehensweisen in den Fokus gerückt werden, damit viele Unternehmen von gangbaren Wegen profitieren, die andere bereits erfolgreich beschritten haben.
Mit Blick in die weitere Zukunft ist die 2bgood-Vision die Entstehung eines Netzwerkes aus Klein und Kleinstunternehmen, die voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen auf dem Weg zur nachhaltigen, zukunftsfähigen und verantwortlichen Basis der Wirtschaft und Gesellschaft.
VSME/EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) (2024). Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs (VSME). Abrufbar unter: www.efrag.org; letzter Zugriff: 28.04.2026.
Elkington, J., & Rowlands, I. H. (1999). Cannibals with forks: The triple bottom line of 21st century business. Alternatives Journal, 25(4), 42.
EUKOM (2020). EU-Verordnung 2020/852. Auffindbar im Internetangebot der EU-Kommission; abrufbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32020R0852; letzter Zugriff: 28.04.2026.
EUKOM (2022). EU-Richtlinie 2022/2464. Auffindbar im Internetangebot der EU-Kommission; abrufbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32022L2464; letzter Zugriff: 28.04.2026.
EUKOM (2023). Delegierte Verordnung (EU) 2023/2772. Auffindbar im Internetangebot der EU-Kommission; abrufbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202302772; letzter Zugriff: 28.04.2026.
GRI (2025). GRI Standards Full Set of GRI Standards (2025). Abrufbar unter: https://www.globalreporting.org/how-to-use-the-gri-standards/gri-standards-english-language/; letzter Zugriff: 28.04.2026.
ISO (Internationale Organisation für Normung) (2010). Guidance on social responsibility. ISO26000, 2010.
OECD (2023). OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen zu verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln. In OECD eBooks. https://doi.org/10.1787/abd4d37b-de. Auch abrufbar unter: https://www.oecd.org/en/publications.html; letzter Zugriff: 28.04.2026.
ANHANG
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